Samstag, 2. Januar 2010
Käse für Herrn Haselnuss
Mittwoch, 30. Dezember 2009
Big Haselnussbrother Is Watching You!
Die Stimme der Gegenmacht bittet an dieser Stelle Herrn Eric Arthur Blair, besser bekannt als George Orwell, um Verzeihung. Auch die Leser müssen wir um Verzeihung bitten, die wir vielleicht etwas mit der düsteren Version einer von Herrn Haselnuss beherrschten Gesellschaft verschreckt haben mögen. Aber der Herr Haselnuss nimmt in seinem Webauftritt große Worte in den Mund. Da schreibt er vom "Ende der Demokratie", von "Zensur", von "Vaporisieren", von Machenschaften "im Schatten des Gesetzes". Herr Haselnuss beschreibt das Schicksal von Walter Ulbricht, ehemaliger DDR-Führer, der "irgendwann" in Ungnade gefallen sei und dann aus Fotos heraus retuschiert wurde.
Gut, wir sind Herrn Haselnuss' Halbwissen gewöhnt. Walter Ulbricht ist nicht "irgendwann in Ungnade gefallen", sondern sah sich ab 1967 massiver Kritik ausgesetzt, als er das Deutungsmonopol der UdSSR in Bezug auf den Kommunismus in Frage stellte. Daraufhin entzog ihm die Sowjetunion die Unterstützung und er musste Erich Honecker weichen. "Heraus retuschiert" wurde Ulbricht nicht. Er blieb sogar Staatsratsvorsitzender bis zu seinem Tod. Ein Blick in die Wikipedia hätte Herrn Haselnuss da vielleicht weiter geholfen. Doch Sekundärquellen liegen dem Mann ja bekanntlich nicht. Vermutlich spielt Herr Haselnuss auf die Bildmanipulationen während der Zeit des Stalinismus an. Diese hatten eine lange Tradition und erreichten ihren Höhepunkt in den 50er Jahren, gingen jedoch mit der Verbreitung des Fernsehens und der unabhängigen Aufzeichnungsmöglichkeiten stark zurück. (Vielleicht sollte Herr Haselnuss sich das Buch "Bilder, die lügen", herausgegeben vom Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, zulegen. Und da wir wissen, dass Herr Haselnuss mit Quellenrecherche auf Kriegsfuß steht, winken wir auch gleich mit dem richtigen Kapitel: "Bildpropaganda und Bildfälschung im Stalinismus", S. 82ff. Wir hoffen, dass Herr Haselnuss wenigstens die Abkürzung "ff" kennt. - - -Seufz. Na schön, Herr Haselnuss, "ff" bedeutet "und folgende". - - Das bedeutet, Sie müssen die Seiten umblättern!)
Wie gesagt nimmt Herr Haselnuss große Worte gern in den Mund. Hier soll es einmal um den Begriff "Vaporisieren" gehen. Irgendwie hat der Herr Haselnuss noch im Kopf, dass dieser Begriff aus dem Roman "1984" von George Orwell stammt. Und den kann man immer gut zitieren. Oder zumindest kann man ihn publikumswirksam erwähnen, auch wenn man nicht so die große Ahnung hat. Herr Haselnuss erklärt uns:
"Vaporisieren" ist ein Begriff aus Geoge Orwells Buch "1984", mit dem das vollkommene Verschwindenlassen von Gegnern beschrieben wird. Die Gegner werden dabei auch aus allen Veröffentlichungen getilgt."
Und nun bittet die Stimme der Gegenmacht ihre Leser, ganz ganz tapfer zu sein. Wir werden jetzt schildern, welche "übelste Zensur" geschehen ist. Diese werden wir dann mit den Punkten a) bis f) abgleichen! Wir wollen hier nichts vorweg nehmen, aber nur soviel: Der Zorn des Herrn Haselnuss ist absolut gerechtfertigt! Die Demokratie ist in Gefahr! Das Ende der Welt nah! Hunde und Katzen leben bereits miteinander! Denn: Bei einer fiktiven Wahl von Kindern und Jugendlichen hätte die Tierschutzpartei knapp die 5% Hürde geschafft. Das ZDF hat deswegen das Programm nicht geändert.
DAS WARS?! DAS WAR ALLES?! Das war die gefährliche "Vaporisierung"?!
"Aber ja!", sagt da der Herr Haselnuss. Denn die Tierschutzpartei ist doch ein Gegner des ZDF und will das ZDF umbringen! Punkt a) ist also bestätigt!
Punkt b): Weil das ZDF das Programm nicht geändert hat, ist die Tierschutzpartei vollkommen verschwunden. ZISCH! PENG! Und weg ist sie.
Punkt d): Niemand spricht mehr über die Tierschutzpartei! (Okay, vorher auch nicht.)
Alle diese Punkte sind komplett erfüllt! Der Begriff "Vaporisieren" ist von Herrn Haselnuss vollkommen richtig verwendet worden. Sauber recherchiert, kompetent in der Literatur und vor allem stets dem Ideal der Vernunft verpflichtet. Bitte einen Applaus für Herrn Haselnuss!
Und wie üblich: Das Schönste kommt zuletzt. Lassen Sie sich diesen Satz der Haselnuss'schen Weisheit mal im Hirn zerfließen
"Das ZDF wird darauf antworten müssen! Oder, wenn nicht: Keine Antwort wäre dann auch eine Antwort!"
Philosophie zum Davonlaufen.
P.S. In einem eitergelben Kasten auf seiner Webseite versucht Herr Haselnuss zwar, diesen lächerlichen Artikel zu relativieren, indem er den Begriff "Vaporisieren" als "Kunstwort" bezeichnet, jedoch spricht daraus nach eigenem Bekunden lediglich die Angst vor einer erneuten peinlichen Schlappe vor Gericht.
Dienstag, 29. Dezember 2009
Ende der Schonfrist
In einem ungewöhnlich menschlichen Statement jedenfalls beschreibt Herr Hasenluss, was ihm wohl während der letzten Monate beschäftigt haben muss: "[Es] geht... um Konflikte mit Personen oder Institutionen, die ganz subjektiv als existentiell (sic!) empfunden werden. Es geht um Bedrohungen, die so beunruhigend erscheinen, dass sie im Geiste immer präsent sind. Du gehst abends mit ihnen ins Bett und wachst morgens mit ihnen wieder auf. Wie ein schwarzer Schatten liegt das Problem den ganzen Tag über deiner Seele und verhageln (sic!) dir selbst schöne Momente."
Merken Sie etwas, lieber Leser? Es ist nicht der typische bemühte Haselnuss-Stil, kein Heischen nach Wirkung. Er verwendet noch nicht einmal Sternchen, GROSSBUCHSTABEN oder Unterstreichungen. Er weiß am Ende eines Satzes noch, was er am Anfang geschrieben hat. Fremd- und Fachwörter werden nicht falsch verwendet. Grammatik und Rechtschreibung sind, zumindest für den Kenntnisstand des Herrn Haselnuss, auch auf annehmbarem Niveau. Fast könnte man meinen, Herr Haselnuss habe gelernt. Fast. Wäre da nicht die Tatsache, dass obiger Textauszug aus der Werbung für ein neues Haselnuss-Buch stammt. Angekündigt - oder vielmehr angedroht - wird hier das "Kleine Kampfbüchlein", das "Erste Hilfe bei schweren Konflikten" bieten soll.
Einen Tusch bitte! Denn da ist er wieder: der Alleskönner. Jurist, Vegetarier, politischer Lobbyist, Journalist und jetzt auch noch Lebenshelfer. Und zwar für alle Lebenslagen! Ausdrücklich nennt Herr Haselnuss Nachbarschaftsstreitigkeiten, Scheidungen, Behördenstreits und zivil- und/oder strafrechtliche Streitigkeiten im Internet. Die Liste ist selbstverständlich nicht vollständig! Aber nicht nur aufzeigen will es der Herr Haselnuss, sondern er will auch gleich Schützenhilfe geben. Und zwar taktischer UND strategischer Art! Dass er dabei auch noch mal eben über juristisches Vorgehen aufklären will, versteht sich von selbst. Ach so, einen kleinen Schlenker über juristische Winkelzüge soll es auch noch geben.
Du meine Güte! Die Stimme der Gegenmacht hat in ihrer kleinen "Festung der Unduldsamkeit" aus besseren [Studenten-]Tagen ja so manches Fachwerk stehen. Schon dieser Handapparat belegt mehrere Regalreihen eines skandinavischen Möbelherstellers. Und wir erinnern uns an gewisse Universitätsbibliotheken wo es Tausende und Abertausende Bücher geben soll. Allein das Nachbarschaftsrecht war zumindest vor einigen Jahren nicht gerade ein kleiner und einfacher Bereich der Rechtsprechung. Und das Internetrecht? Wir meinen, uns zu erinnern, dass dies auch nicht gerade auf einem Notizzettelchen Platz findet. Aber da könnten wir uns täuschen...
Doch jauchzet und frohlocket, denn es gibt gute Neuigkeiten! Jetzt kann man das alles verbrennen. Das "Kleine Kampfbüchlein" des Herrn Haselnuss wird die eierlegende Wollmilchsau in der Ausführung Wach-und-Hütehund! Wenn es auch nur annähernd so viel zum eigentlichen Thema beiträgt wie das völlig vergeigte "Blockwart TV", dann ist es endgültig an der Zeit, die juristischen Fakultäten zu schließen. Wie weiland die Chinesen mit dem kleinen Mao-Büchlein alle Herausforderungen der modernen Welt meisterten, so werden die Juristen mit dem Haselnuss-Buch in der Hand durch das neue Jahrzehnt schreiten. Ist das nicht eine herrliche Vorstellung?
Grund genug für die Stimme der Gegenmacht, etwas Regen auf die Parade des Herrn Haselnuss herauf zu beschwören. In der "Festung der Unduldsamkeit" läuft die Kaffeemaschine und die Geister, die Herr Haselnuss selber rief, wird er nicht mehr los. Schauen Sie doch in den nächsten Tagen wieder mal öfter hier vorbei. Die Stimme der Gegenmacht garantiert ein erstklassiges Lesevergnügen!
Sonntag, 25. Oktober 2009
Von Auskunft und Aufklärung
Herr Haselnuss hatte stets sehr ausweichend auf die tatsächlichen Anhaltspunkte des Herrn Stachelbeere reagiert: Die e-mail-Adresse von t-online sei dazumals über ein wenig bekanntes Tarifmodell zugewiesen worden, und Homepages könne man schließlich problemlos über öffentlich zugängliche PC-Räume erstellen (zumindest theoretisch).
Für Herrn Haselnuss ist der Erstellungsort seiner Homepage so etwas wie ein Betriebsgeheimnis. Der NDR, gegen den Herr Haselnuss irgendwann schließlich sogar als Mittbewerber auftreten will (oder wollte), solle bloß nicht zu viele Informationen über seinen mächtigen Konkurrenten erhalten.
Für den aufmerksamen Leser des Haselnuss-Internetauftritts erscheint es durchaus offensichtlich, dass die eingescannten Dokumente in den -fotografisch dokumentierten!- PC-Räumen der Universität Hamburg digitalisiert werden. Gleichwohl will sich Herr Haselnuss auf den Standort seines bevorzugten Scanners nicht festlegen, und vielleicht auch mit gutem Grund: Bisweilen ist ein spätabendlicher Aktualisierungszeitpunkt der Homepage-Inhalte zu bemerken, sodass seine Anwesenheit in der Universität zumindest unwahrscheinlich erscheint.
Nichtsdestotrotz erkennt das spitzfindige OLG das Interesse des freischaffenden Journalisten auf sein persönliches Betriebsgeheimnis gerade nicht an, und zitiert stattdessen aus dem Verwaltungsrecht eine allgemeine Mitwirkungspflicht bei der Aufklärung des Sachverhalts.
Der belesene Jura-Bachelor Haselnuss kontert mit einem lateinischen Zitat, demzufolge der "spezielle" RfGStV das "allgemeine" Verwaltungsrecht aufhebe. Geflissentlich übersieht der Doktorats-Student hierbei, dass eine Aufklärung über die Umstände seiner Homepage und seiner e-mail-Adresse keinerlei Rückschlüsse auf seine bereitgehaltenen Geräte zulässt:
-Falls die haselnusshältige Homepage in den Räumen der Universität entsteht, so erfährt der NDR durch diese Information rein gar nichts zu den privaten Empfangsgeräten des Herrn Haselnuss.
Das hieße weiterhin, dass dem eigentlichen Auskunftsbegeheren des NDR gerade nicht Folge geleistet würde.
-Würde die Homepage hingegen zumindest teilweise durch den privaten haselnuss'schen PC gepflegt werden, so wäre der "Anhaltspunkt" des Herrn Stachelbeere ein tatsächlicher. In diesem Fall griffe dann jedoch ausschließlich die Auskunftspflicht gemäß des RfGStV.
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Zusammenfassend ergibt sich somit durch das vom OLG festgestellte Aufklärungsgebot keine offensichtliche Einschränkung der Beauskunftungs-Regelungen des RfGStV. Wenn man nun bedenkt, dass diese grunsätzlich einfachen Überlegungen nunmehr einer eingehenden (teuren!) gerichtlichen Klärung bedürfen, so muss sich die Frage der Verhältnismäßigkeit stellen.
Herr Haselnuss zitiert Gerichtskosten jenseits der 1000-Euro-Grenze, die nur für die Feststellung seiner Auskunftsplficht anfallen. Hier kann man nur noch kopfschüttelnd das völlige Abwenden von praktischem Hausverstand diagnostizieren:
-Würde sich Herr Haselnuss hinter seinem Schweigen nur "verstecken", um Rundfunkgebühren zu vermeiden, so käme ihn eine Anmeldung wesentlich billiger als seine umständlichen Gerichtsverfahren.
-Hielte Herr Haselnuss hingegen überhaupt keine Geräte bereit, so wäre die Erteilung der entsprechenden Auskunft gratis für ihn!
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Doch warum einfach, wenn es kompliziert geht, warum gratis, wenn es auch teuer geht. Herr Haselnuss fühlt sich offenbar seinem Privat-Feldzug gegen die GEZ verpflichtet, und scheut keine Kosten und Mühen; zweifellos erbringt er auch so manches persönliche Opfer.
Ironischerweise könnte ihm jedoch die aktuelle Regierungsbeteiligung der Liberalen den Rang ablaufen, lange bevor seine Gerichtsverfahren abschließend geklärt werden könnten. Dann bliebe nur noch die Teufelsmaschine in Genf, gegen die er aus vollem Herzen polemisieren könnte!
Dienstag, 30. Juni 2009
Justitiar bezieht Stellung als Duell-Sekundant
Einige seiner Worte werde ich hier sinngemäß wiedergeben. Von einer Totalveröffentlichung muss ich jedoch absehen, da dies zum Schaden meiner großzügigen Hinweisgeberin sein könnte.
So vertritt der Justitiar - immerhin ein Volljurist mit entsprechender Befähigung zum Richteramt - die Ansicht, die Veröffentlichung einstellungswürdiger Strafanzeigen sei inakzeptabel. Dies ist durchaus nachvollziebar, zumal eine Pflichtanmeldung (bei Herrn Haselnuss auch: "Zwangsanmeldung") keinen Straftatbestand erfüllt. Ursächlich für die Strafanzeigen gegen Herrn Stachelbeere war jedoch genau diese vieldiskutierte "Zwangsanmeldung".
Die Pflichtanmeldung dient dazu, einen mutmaßlichen Rundfunkteilnehmer, der seiner Gebührenpflicht nicht nachkommt, mit einer Gebührenforderung zu konfrontieren. Geschieht dies als Folge von falschen Vermutungen (Stichwort: e-mail-Adresse von t-online), so kann der Pflichtangemeldete seine Teilnehmerschaft durch das Verwaltungsgericht aufheben lassen.
Dieses Vorgehen entspricht in etwa dem Einspruch gegen eine ungerechtfertigte Telefonrechnung - ohne den Nachweis der vorsätzlichen Bereicherung durch den Telefonanbieter wird man diesem üblicherweise keinen Betrug unterstellen.
Weiters führt der Justitiar an, dass Herr Stachelbeere bereits Opfer von anonymen Drohungen wurde. Gewisse Personen konnten also der Versuchung nicht widerstehen, einem Agenten des Gebühreneinzugssystems kräftig "die Meinung zu sagen".
Öffentliche Bloßstellung in einer Form, die zusätzlich Dritten die Kontaktaufnahme zum solcherart Bloßgestellten erleichtert, ist also mit sehr konkreten Folgen verbunden.
Für den Autor einer anonymen Drohung mag diese sehr erheiternd oder befriedigend sein - der Adressat wird hingegen einer unverschuldeten Verunsicherung ausgesetzt.
Unter diesem Blickwinkel bittet der Justitiar dann auch um Verständnis für seine Entscheidung, seinem -in der Tat- untergeordneten Mitarbeiter Rechtsschutz für das Duell mit Herrn Haselnuss zuzubilligen.
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Ein öffentliches "Sich-Lustig-Machen" über andere mag gerade für Blogs eine sehr amüsante und kurzweilige Aufgabe sein. Der Spaß hört jedoch spätestens dann auf, wenn einer der Beteiligten negative Folgen für sein Privatleben in Kauf nehmen muss.
Spott verliert dort jede Berechtigung, wo er in gehässige Diffamierung ausartet; ob dies nun direkt oder indirekt geschieht spielt für den Geschädigten keine Rolle.
Freitag, 26. Juni 2009
Exkurs: Die Zwangs- oder Pflichtanmeldung
Auch der anerkannte GEZ-Kritiker Haselnuss stocherte mit seiner Strafanzeige wegen "Computerbetrugs, Urkundenunterdrückung et al." etwas hilflos im Trüben, als er dem Wesen der Zwangsanmeldung auf den Grund gehen wollte. Herr Stachelbeere erbarmte sich der Haselnuss leider nicht - und sprach vor dem Verwaltungsgericht Hamburg lediglich von einer Anmeldung durch die GEZ.
Nach lebhafter Recherche in Diskussionsforen, in denen sich sowohl Gebührenpflichtige wie auch Gebührenzahlende austauschen, vermag ich als Agent der Gegenmacht etwas Licht ins Dunkelreich der Zwangsanmeldung bringen.
So ist die Anmeldung von Rundfunkgeräten kein Verwaltungsvorgang - es ist nur eine formalisierte Zuordnung von Runkfunkteilnehmerschaft und Rechnungsadresse. Die Rundfunkteilnehmerschaft ergibt sich gemäß dem Rundfunkgebührenstaatsvertrag allein durch Bereithalten eines empfangsbereiten Geräts.
Sobals also ein Bürger ein Rundfunkgerät in den eigenen Wänden bereithält, müsste er dies aus freien Stücken seiner zuständigen Landesrundfunkanstalt (LRA) zur Kenntnis bringen. Die GEZ fungiert hier als zentrale Postannahmestelle für solche Mitteilungen.
Nun soll es bisweilen Personen geben, die aus Gewissens- oder auch Habgiergründen eine solche Kontaktaufnahme mit der GEZ scheuen. Diese Personen sind ebenso Rundfunkteilnehmer wie all jene, die an die GEZ Geld überweisen. Der einzige Unterschied ist, dass ihre Rundfunkteilnehmer-Eigenschaft der GEZ unbekannt ist, und somit auch keine Gebühren von ihnen eingezogen werden können.
In manchen Fällen erlangt ein Beauftragter der GEZ Kenntnis von einem Rundfunkteilnehmer (dieses Wort impliziert bereits, dass Rundfunkgeräte bereitgehalten werden!), welcher seine Teilnehmereigenschaft nicht preisgeben will. Das heißt, der Rundfunkteilnehmer erklärt auch auf Drängen des Beauftragten nicht, dass und wieviele Empfangsgeräte er denn bereithält.
Sollte der Beauftragte jedoch "tatsächliche Anhaltspunkte" für das Vorhandensein eines gebührenpflichtigen Geräts haben, so wird er sich diese notieren. Etwa:
"Teilnehmer prahlt vollmundig mit seinem neuen Flachbildfernseher und beschwert sich wortreich, dass dessen HD-Darstellung von den Sendern des öffentlich-rechtlichen Rundfunks nicht ausgereizt wird."
Anhand solcher Anhaltspunkte kann der Beauftragte nun einen Besuchsbericht an die zuständige LRA abschicken. Dort werden die Anhaltspunkte auf ihre Tatsächlichkeit überprüft - durch sach- und rechtskundige Mitarbeiter. Endet diese Überprüfung positiv (für den Rundfunkteilnehmer vielleicht eher negativ), wird sie tatsächlich in die Wege geleitet: Die "Zwangsanmeldung", die mit korrekter Bezeichnung "Pflichtanmeldung" heißt.
Warum aber ist diese Form der Anmeldung auch ohne Unterschrift des Rundfunkteilnehmers gültig? Eine herkömmliche Anmeldung muss zwingend unterschrieben werden - jedoch nicht, weil sie ein Vertrag wäre. Die Unterschrift soll lediglich einem Missbrauch nach dem Motto "so ich melde jetzt Herrn Haselnuss an" vorbeugen. Mit seiner Unterschrift bestätigt der Teilnehmer, dass er die alleinige Verantwortung für die Anmeldung übernimmt.
Für Herrn Haselnuss wurde -zusätzlich zu seiner Pflichtanmeldung- auch eine Scherzanmeldung verfasst. Anhand der gefälschten Unterschrift war sie jedoch leicht als solche zu erkennen und fand über das Gerichtsverfahren hinaus keine Beachtung.
Die Pflichtanmeldung wird dagegen durch die LRA persönlich überprüft - vor allem unter dem Aspekt, ob die ihr zu Grunde liegenden "tatsächlichen Anhaltspunkte" einem Prozess vor dem Verwaltungsgericht standhalten würden. Im Einzelfall des Herrn Haselnuss hatte sich Herr Stachelbeere -in der ersten Instanz- geirrt, da ihm seine Lebenserfahrung einen Streich gespielt hatte.
Darum also ist eine Pflichtanmeldung gleichbedeutend mit einer unterschriebenen Eigenanmeldung - und stellt somit auch keinen Straftatbestand dar.
Dienstag, 23. Juni 2009
Herr Stachelbeere: Mann mit Lebenserfahrung
Bekanntlich ist es allein dann möglich, einen eigenen E-Mail-Account unter der Hauptdomain t-online.de zu führen, wenn man zugleich Kunde ist, d.h. einen Access-Provider-Vertrag mit der Deutschen Telekom AG, deren Produkt das Portal www.t-online.de ist, abgeschlossen hat.
Wer zum gegenwärtigen Zeitpunkt das "Portal" www.t-online.de besucht, der bekommt in der rechten oberen Bildecke einen dezenten Hinweis:
Kostenlos für alle: E-Mail-Adresse @t-online.de
Diesem Werbeversprechen gilt es, auf den Zahn zu fühlen - ein Herrn Stachelbeere gewidmetes Postfach soll ohne Access-Provider-Vertrag mit der Telekom angelegt werden.


Der Erfolg spricht für sich - nach ein paar Standardeingaben steht ein vollwertiges E-Mail-Postfach von der prestigeträchtigen t-online-Domain zur Verfügung.
In diesem Fall ist Herr Stachelbeere also trotz seiner reichhaltigen Lebenserfahrung offenbar einem vermeidbaren Irrtum unterlegen. Er könnte natürlich zu seiner Verteidigung einwenden, dieses großzügige Angebot der Telekom bestünde erst seit kurzer Zeit, fände also keine Anwendung auf den Fall Haselnuss.
In diesem Fall möge er aber das Gericht über die genauen Verhältnisse in Vergangenheit und Gegenwart informieren, damit dieses objektiv und richtig entscheiden kann. Nachdem -seiner Ansicht nach- bereits das VG Koblenz eine unrichtige Entscheidung gefällt habe, so sollte immerhin das VG/OVG in Hamburg davor bewahrt werden!
An einen "freien Journalisten" richtet sich die Aufforderung, anhand der Homepage des Norddeutschen Rundfunks den amtierenden Justitiar zu ermitteln. An den untergeordneten Mitarbeiter der Rundfunkgebühren-Abteilung richtet sich die Empfehlung, seine Lebenserfahrung anhand der tatsächlichen Anhaltspunkte auf der Homepage von t-online entsprechend zu erweitern.
Freitag, 19. Juni 2009
Fragen zum Duell
Dies mag etwas ironisch klingen - niemand anders als die Gegenmacht war für Herrn Haselnuss in den letzten Monaten ein strengeres und schonungsloseres (wenn auch selbsternanntes) Gericht. Vor nichts machte die Gegenmacht halt: Das Engagment des Herrn Haselnuss gegen den LHC in Genf, sein Befürworten einer strikt veganen Lebenshaltung, seine tapfere Auflehnung gegen die GEZ - all das wurde auf spöttische und süffisante Weise als Komödie hingestellt.
Im Grunde ihres Herzens will die Gegenmacht Herrn Haselnuss jedoch nichts Böses - müsste sie ohne sein schriftstellerisches Wirken doch ihrerseits kläglich verstummen. Der tiefere Sinn, die Botschaft hinter all den Sticheleien sollte eigentlich die Aussage sein: "Gut gemeint ist mitunter das Gegenteil von gut gemacht."
Solange es nur um einige Rundmails geht, die von den Empfängern kommentarlos ignoriert werden, fehlt es der Lage an Ernst bzw. dem Gebot zur Ernsthaftigkeit. Ein sehr teurer, sehr langer Prozess eignet sich jedoch nicht für Scherze oder Schadenfreude.
In diesem Sinne hätte es die Gegenmacht durchaus begrüßt, wenn Herr Haselnuss dem Unterlassungsbegehren des Herrn Stachelbeere statt gegeben und sich eine gemäßigte Kostennote ausgehandelt hätte.
Dieser Satz möge trotz des Konjunktivs einstweilen als stiller Appell stehen bleiben.
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Die Gegenmacht hat den Spendenaufruf des Herrn Haselnuss bislang sehr zynisch beurteilt. Seine mutige Absichtserklärung, trotz großer juristischer Fragezeichen den Kampf nicht vorzeitig aufzugeben, verdient jedoch zumindest eine Würdigung.
Wer also der Meinung ist, Tapferkeit müsse auch bei ungewissem Ausgang belohnt werden, der findet auf dem Webauftritt von Herrn Haselnuss die Adresse des relevanten Sonderkontos.
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Auf der Seite des Klägers steht Herr Stachelbeere, für den sich die Frage der Prozessfinanzierung selbstverständlich genauso stellt. Herr Haselnuss stellte diesbezüglich die Frage in den Raum, ob der NDR oder der Privatmann Stachelbeere für die Prozesskosten aufkomme.
Die Gegenmacht vertritt die Ansicht, dass aus rechtlichen Gründen nur eine Privatfinanzierung durch Herrn Stachelbeere persönlich in Betracht kommt. Als Kläger wird nicht der NDR, nicht die GEZ, sondern nur die Person Stachelbeere genannt.
Natürlich bezieht Herr Stachelbeere sein Gehalt vom NDR, sodass über Umwege sehr wohl teilweise eine Prozessfinanzierung über Runkfunkgebühren stattfindet. Solche laienhaften Finanzstromanalysen sind jedoch mit Vorsicht zu genießen.
Von einer durch Herrn Haselnuss angeregten Klärung beim Intendanten persönlich sieht die Gegenmacht aus folgenden Gründen ab:
- Sollte der NDR hinter den Kulissen tatsächlich für den Prozess eines seiner Mitarbeiter haften, wäre dies sicherlich keine Information, die man bereitwillig einem Nicht-Journalisten preisgeben würde.
- Sollte der NDR gerade nicht auf finanzieller Ebene involviert sein, so wäre die entsprechende Antwort eher banal und könnte bei kritischen Stimmen wohl ohnehin keinen Glauben finden.
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Ansonsten spricht die Gegenmacht Herrn Haselnuss gute Wünsche für die anstehenden Aufgaben aus. Unter Berücksichtigung seiner nunmehr sehr konkreten Belastung werden wir eine deutlich leisere Tonart anschlagen.
Montag, 15. Juni 2009
Stachelbeere gegen Haselnuss - das Duell ist eröffnet!
Die Öffentlich-Rechtliche Namensnennung
Wo Herr Haselnuss zunächst noch demütige Selbstzensur geübt und sich auf rechtliche Erfordernisse berufen hatte, ging alsbald sein feuriges Temperament mit ihm durch. Herr Stachelbeere wurde stellvertretend für seine Rundfunkanstalt mit einer Anzeige bedacht, sein Name mehrfach veröffentlicht. Herr Haselnuss rechtfertigte dies zunächst über die Anzahl an Google-Suchergebnissen für "k[eine] s[tachelbeere] ndr".
Angesichts einer erfolglos gebliebenen Abmahnung und der nunmehr eingereichten Klageschrift verfeinerte Herr Haselnuss seine Argumentation: Herr Stachelbeere sei nicht einfach ein kleines Rädchen im Getriebe der Landesrundfunkanstalt - nein, es handle sich um den Justitiar persönlich. Verschiedene Pressemitteilungen, in denen "Justitiar" und "Stachelbeere" unisono genannt werden, würden diese Auffassung ohne jeden Zweifel stützen.
Die Gegenmacht hat diese Behauptung aufs Exempel gestellt und folgende Google-Suche gestartet: "justitiar ndr" "auf gut Glück!"
Wer googelt, der findet - schon lächelt dem Suchenden ein freundlicher Herr entgegen und -welch Überraschung!- sein Name ist nicht Stachelbeere.
Vielleicht hat es dem "freien Journalisten" noch niemand gesagt, jedenfalls tritt eine hochstehende Persönlichkeit in der Öffenlichkeit bisweilen über sogenannte Sprecher auf. Dies erspart einem vielbeschäftigten Amtsträger die Wahrnehmung zahlreicher Pressetermine und gewährleistet dennoch, dass sein Wort kundgetan wird. Um dem Leser zu vermitteln, dass ein einfacher Mitarbeiter nicht seine private Meinung auf ungebührliche Weise verbreitet, sondern eben jene des Amtsträgers, fügt die Presse Zusätze wie "Sprecher des Justitiariats" oder auch nur "Justitiar" an.
Für einen unbedarften Leser kann sich durch einen solchen "Etikettenschwindel" durchaus eine Irreführung ergeben - ein "freier Journalist" sollte auf Grund eigener Recherche(pflicht) jedoch mehr Durchblick beweisen.
Ansonsten zeigt sich Herr Haselnuss ungewohnt vorausblickend und sucht durch gezielte Schwärzungen zu vermeiden, dass sich Dritte an ungehöriger Prozessbeeinflussung versuchen könnten. Die Gegenmacht hegt diesbezüglich keinerlei Ambitionen und wird weiterhin an ihrer strengen Klarnamen-Zensur festhalten.
Für Freunde und Fans des Herrn Haselnuss mag die Tatsache beruhigend sein, dass sich dieser nunmehr in kompetente juristische Beratung begeben muss. Der Anwaltszwang vor dem Landgericht kennt diesbezüglich keine Gnade und der hoffnungsfrohe Jura-Bachelor Haselnuss konnte die notwendigen Prüfungen leider nicht mehr rechtzeitig ablegen.
Welchen Rat darf sich Herr Haselnuss von dem noch zu benennenden Mitglied der hanseatischen Anwaltskammer erwarten? Nun, zunächst ist mit einem strikten Veröffentlichungsverbot über weitere Aspekte des Prozesses zu rechnen. Erst für das rechtskräftige Urteil darf mit Spannung die nächste Berichterstattung erwartet werden.
Weiters beklagte sich Herr Haselnuss, dass niemand der rund 1.600 (in Worten: eintausendsechshundert) Angeschriebenen seines Rundmails bereit war, seinen Spendenaufruf zu veröffentlichen. -Ja, die Spamfilter arbeiten heute schon sehr zuverlässig.
Nichtsdestotrotz ein schwacher Trost: Die Gegenmacht hatte eine sinngemässe Veröffentlichung bereits im April geschaltet - und ganz ohne Rundmail!
Prozess-Spenden-Hilfe
Sonntag, 14. Juni 2009
Herr Haselnuss im Spiegel der anderen
Aber dann ereilte uns aus berufener Quelle die Nachricht, Herr Haselnuss sei über diesen Blog "amüsiert". Und - peng! - bekamen wir eine neue Idee.
Eigentlich kann Herr Haselnuss diesen Blog ja gar nicht kennen. Herr Haselnuss hat überhaupt keine Rundfunkgeräte. (Oder Internet. Nur einen neuartigen Rundfunksender...) Wenn er der Welt etwas total wichtiges mitteilen will, dann muss der arme Kerl bibbernd in der eisigen Kälte zur Universität, wo er als total wichtiger Bachelor den Zugang zu gut ausgerüsteten Leerstühlen hat. Diese hat Herr Haselnuss auch schonmal ganz alleine fotografiert. Und zwar als Beweis. ("Beweis" ist ein juristischer Fachbegriff, das weiß auch nicht jeder. Aber der Herr Haslenuss, Bachelor, Journalist und Vegetarier, der kennt das!)
Was uns eigentlich gewundert hat, ist die Formulierung, Herr Haselnuss sei "amüsiert" über diesen Blog. Amüsiert?! Herr Haselnuss?! Der Mann, der nach seiner Webseite zu urteilen Humor für eine Krankheit hält? Der trocken-verbissen erzählt, in Genf würde eine Maschine die Welt auffressen? Dieser Kim-Yong-Il des Internets? Jener Mann, der auf seiner eigenen Internet-Präsenz ein Foto von sich veröffentlicht, das man im Vietnam-Krieg als Entlaubungsmittel hätte abwerfen können? AMÜSIERT? Das muss man erstmal verdauen.
Grund genug für uns, mal andere zu Wort kommen zu lassen. Was meinen eigentlich Dritte zum Journalist, Bachelor und Vorzeige-Vegetarier Haselnuss? Hier ein paar Stimmen aus dem World Wide Web. (Jeder kann das nachprüfen, indem er mal Herrn Haselnuss Klarnamen in eine Suchmaschine eingibt.)
Im Forum "Rundfunkgebührenzahler.de" hat ein Nutzer offensichtlich einen Rat des Herrn Haselnuss befolgt - und fiel damit rein. Jetzt fragt er: "Aber warum sagt Herr Haselnuss das denn...?!" Antwort:
"Diese Frage ist sehr, sehr, sehr, sehr, sehr einfach zu beantworte: Weil er - genau wie du - absolut keine Ahnung von der Rechtslage bzw. von den gesetzlichen Hintergründen hat! Ohne auf die Einzelheiten einzugehen: Was H[aselnuss] da von sich gegeben hat ist - in sachlicher Hinsicht - vollkommener Blödsinn"
In einem anderen Forum warnt ein Moderator sogar vor der Haselnuss-Seite:
"...an alle, die das hier lesen, ein Problem mit der GEZ haben und vorher mal die Seite vom H[aselnuss] besucht haben: Es ist Gewalt-Rechthaberei, damit erreicht man in Deutschland NICHTS ...Vergesst es."
Und dann kommt der nüchterne Rat:
"Gib der GEZ die notwendigen eindeutigen Informationen, die der Sachbearbeiter dort braucht um seinen Job streng nach Vorschrift zu erledigen und du hast keine Probleme. Abmelden ist wirklich ganz einfach."
Wie passt denn dann aber der Aktionismus von Herrn Haselnuss in die Sache?
Antwort: "Herr H[aselnuss] betreibt auch noch andere Geschäfte, verkauft Bücher usw. Da braucht man auch etwas Publicity"
Ein nettes Understatement, nicht? "Etwas" Publicity. Und noch während die Gegenmacht dies hier schrieb, kommt eine spannende Neuigkeit herein. (FANFARENSTOSS):
Inzwischen hat Herr Haselnuss seine Seite (bei Freunden oder im Leerstuhl) erneuert. Der Mann ist eben wie ein B-52 Bomber. Scheinbar mit großer Reichweite, nicht gerade ästhetisch im Aussehen, jedoch mit absolut ineffizienter Wirkung, einer schwerfälligen Reaktion und mit völlig veraltetem Konzept. Trotzdem aber geht es von Einsatz zu Einsatz, die hohen Verluste werden ignoriert. Hauptsache, die Turbinen heulen laut! Unverständnis im Haselnuss'schen Generalstab:
"Was mich allerdings weniger erfreut hat, war die Reaktion der Presse und anderer Medien auf meine Rundmail an 1.600 Medien-Adressen mit der Bitte um Veröffentlichung. Ich habe allerdings von keiner einzigen Veröffentlichung gehört."
Wir auch nicht. Noch nichtmal bei CNN hat man das laufende Programm unterbrochen. Und die UNO hat auch keine Blauhelme nach Hamburg geschickt. Warum eigentlich nicht?! Es geht doch um elementare Dinge! Pressefreiheit und so! Da ist doch ein taktischer Atomschlag gegen den NDR angemessen. Aber Herr Haselnuss hat - wieder einmal - eine Erklärung für die Welt:
"Mein Eindruck ist, dass jeder lieber seinen Privatkrieg führt, als gemeinsam gegen die Behinderung der Pressefreiheit vorzugehen. Ich bin ja nicht der Einzige, der entsprechenden Ärger mit den Öffentlich-Rechtlichen hat."
Es könnte aber auch einfach daran liegen, dass jemand, der Wind sät, den Sturm geerntet hat. 1600 Mails umsonst. Ob da jemand die SPAM-Filter nicht nur mit "Penis-Vergrößerung", "Nigeria Millionen" und "Sexy Girlfriend" gefüttert hat, sondern auch mit "Haselnuss" und "GEZ-Abschaffen"? Oder vielleicht hat Herr Haselnuss einfach die falschen Redaktionen angeschrieben. Nicht überall hat der Mann Freunde! Wir können uns vorstellen, dass im CERN oder bei einer großen deutschen christlichen Partei der Name Haselnuss nicht unbedingt Begeisterungsstürme auslöst. Auch sonst könnten wir uns vorstellen, dass es Menschen gibt, die Herrn Haselnuss gern mal sein eigenes vegetarisches Falafel vor den Latz knallen würden.
Vermutlich alle, die ihn kennen.
(P.S. Das ist als Satire, nicht als Drohung zu werten.)
Freitag, 12. Juni 2009
Ferien vom Ich - Funkstille bei Herrn Haselnuss
Wie dem auch sei - Paragraph 227, Absatz 3 der Zivilprozessordnung gewährt ihm demnächst eine 2-monatige Schonfrist: Die sogenannten Gerichtsferien. Zeit genug für ausgedehnte Kuraufenthalte, um Abstand von GEZ und dem eigenen schwarzseherischen Ich zu gewinnen. Auch die Teufelsmaschine aus Genf ist nach wie vor zur Untätigkeit verdammt, und in den muslimisch/jüdischen Ländern rund um das Tote Meer ist zumindest der Konsum von Schweinefleisch verpönt.
Die Gegenmacht hält noch einmal einen kurzen Rückblick auf das Gesamtkunstwerk Haselnuss in fünf Teilen:
I. Herr Haselnuss contra Fleischkonsum
III. Haselnusshältige Presse in eigener Sache
IV. Haselnusshältige Parteilobby in eigener Sache
V. Herr Haselnuss contra Schwarze Löcher
Die GEZ stellt weiterhin unbeirrt Gebührenbescheide aus, nimmt Abmeldungen entgegen und kassiert in unveränderter Höhe Rundfunkgebühren für Radio, Fernseher und natürlich die internetfähigen PCs. Das Bundesverwaltungsgericht befasst sich indes mit der Frage, ob die Gebühr für die neuartigen Rundfunkempfangsgeräte zu Recht erhoben wird oder nicht.
Die Europawahl ist geschlagen, die Privatpartei von Herrn Haselnuss rangiert trotz intensiven Lobbyings nur unter "ferner liefen" und von den etablierten Parteien möchte keine so recht auf die Diktion des sogeannten "GEZ-Kritikers Nr 1" einsteigen.
Immerhin, ein interaktives Medienhandbuch interessiert sich für den selbsternannten "freien Journalisten" und lauscht in einem seltenen Explosiv-/Exklusiv-Interview seinen Ideen zur Pensionsvorsorge für langgediente Talkshow-Moderatoren.
Sonntag, 24. Mai 2009
Journalist light - Herr Haselnuss und die Presse
"Sachlich", "ernsthaft", "für die Allgemeinheit bedeutsam", "Informationsinteresse". Das sind große Ansprüche. Wir halten Sie beim Wort, Herr Haselnuss! Sprechen Sie jetzt mal für sich selbst, damit keiner sagt, wir hätten irgendwas verdreht oder wären "bösartig". Führen Sie uns an, Herr Haselnuss! Voraus, Journalismus-Warp-Faktor-Zehn!
"Nur wer Geld hat, bekommt Recht. Und wer *richtig* Geld hat, wie der öffentlich-rechtliche Rundfunk, beherrscht irgendwann das Land allein, weil er die Gegner alle ausgeschaltet hat. Nicht, wie in *echten* Diktaturen, mit dem Strafrecht, sondern die Vernichtung der Existenz mit Hilfe des Zivilrechts. Zivilrecht klingt harmlos, kann aber viel mächtiger sein, als das Strafrecht."
"Hier geht es ja tatsächlich um einen Angriff auf die Pressefreiheit, die uns alle betrifft. Es geht aber auch um die Frage der Anwaltskultur. Der Anwaltsstand nennt sich ja auch so schön: "Organ der Rechtspflege". Dieser tolle Begriff sollte doch wenigstens auch ein paar Selbstverpflichtungen nach sich ziehen, damit man ihn ernst nehmen kann."
"Pressefreiheit" definiert Herr Haselnuss so, wie er es will. Ausgerechnet der Begriff der "Pressefreiheit" ist in den jetzt rund 60 Jahren der BRD heiß diskutiert und von kompetenteren Vertretern als Herrn Haselnuss besprochen worden. Dieses Thema ist so unendlich komplex, dass selbst Spezialisten sich ihm nur annähren können. Wir empfehlen dem geneigten Leser umfangreiche eigene Recherechen im Netz und in einer großen Bibliothek. (Stichwörter: "Spiegel-Affäre" oder "Barschel-Affäre" oder "Gladbecker Geiseldrama" usw.) Nur ein Beispiel: Darf die Presse über den Aufenthaltsort des Ex-Terroristen Christian Klar berichten? Die Für-und-Wider-Argumentationen sind allesamt groß und bedeutsam. Eine endgültige Lösung scheint nicht in Sicht. Aber was interessiert das Herrn Haselnuss? Abwägen? Pah, Quatsch! Er nimmt auch andere Begriffe so in den Mund, wie es ihm passt: "Rechtsstaat", "Anwaltskultur" usw. Wie respektlos geht dieser Amateur mit solchen Begriffen um! Herr Haselnuss entscheidet, wann man eine Anwaltskultur ernst nehmen kann?! Oder wann der Rechtsstaat bedroht ist? Der gleiche Mann, der vor Weltuntergangsmaschinen warnt und 200% Strafsteuer auf Fleischbesitz fordert? Der gleiche Mann, der in einer Minipartei Tierschutz und GEZ munter kombiniert, weil er den Vorsitzenden dieser Partei kennt? So jemand soll ein kompetenter Meinungsmacher sein?! Wir verzichten besser auf jeden Kommentar.
Donnerstag, 21. Mai 2009
M.U.T. zur Lücke - die Lobbyarbeit des Herrn Haselnuss
Doch der Reihe nach.
Nach den im Internet zugänglichen Quellen scheint die Parteistruktur sehr heterogen zu sein. Das Programm zielt sehr allgemein auf ein Gutmenschentum ab, das alle Probleme gesellschaftlicher, sozialer und politischer Natur auf den Tierschutz zurückführt. Die Gruppierung argumentiert ostentativ von einer höheren moralisch-ethischen Warte. Die Welt wird ohne große Differenzierung in Gut-Böse, Schwarz-Weiß eingeteilt. Für komplexe Probleme werden einfache Lösungen aufgezeigt. So heißt es beispielsweise im "Grundsatzprogramm" der Tierschutzpartei:
Wie man an der Entwicklung der Webseite des Herrn Haselnuss erkennen kann, ist der schon längst nicht mehr mit der Abschaffung der GEZ zufrieden. Lassen wir ihn selber sprechen - und zwar in einem Artikel, der in der "ZeitenWende" Nr. 32 ab Seite 9 erschien:
"Um es gleich vorweg zu sagen: Es ist nicht die GEZ, die mir Sorgen macht. [...] Sorgen macht es mir, ... dass es "Menschen" waren, die ein derartig menschenverachtendes Rundfunkgebührenrecht erdracht und uns aufgezwungen haben."
Wer jetzt denkt, Herr Haselnuss würde auf demokratische Strukturen verweisen, auf den Klageweg oder andere seriöse Vorgehensweisen, der irrt. Herr Haselnuss greift gleich zwei der drei Gewalten unseres Staates an. Böse sind für ihn die Legislative:
"Es scheint so zu sein, dass es geradezu ein Ziel des Gesetzgebers war, die Menschen zu verwirren und zu täuschen."
und die Judikative:
"bisweilen gehen sie [die Rundfunkanstalten] auch etwas darüber [über die Gesetzeskonformität] hinaus, bisweilen auch mit unterwürfiger Unterstützung willfähriger Richter."
Das Bild vom heuchelnden Richter, der im Grunde "unterwürfig" und "willfährig" einem Unrechtssystem dient, schildert Herr Haselnuss auch in seinem "Blockwart"-Buch. Für jemanden, der nach eigenem Bekunden juristische Grundkenntnisse besitzt, ist eine solche verallgemeinernde und herabsetzende Darstellung einer der Grundfesten unserer Demokratie unangemessen.
Aber Herr Haselnuss bastelt sich sein Weltbild so zusammen, wie er es braucht. Stolz meldet er:
"Ich bin jetzt Lobbyist, der Einfluss auf politische Parteien nimmt!"
(Ein Hinweis an Herrn Haselnuss: "politische Parteien" ist irgendwie tautologisch und man kann schlecht den Plural verwenden, wenn es nur eine einzige Partei ist.)
"ich [bin] sogar noch *stolz* darauf, mitteilen zu können, dass meine Überzeugungsarbeit Früchte getragen hat: Ich habe die Partei "Mensch, Umwelt, Tierschutz - Die Tierschutzpartei" von meiner strikten Linie gegen die Rundfunkgebühren überzeugt, so dass sich dies künftig in der Politik dieser Partei niederschlägt. Europaweit."
Europaweit?! Die GEZ gibt es nur in Deutschland. "Die Tierschutzpartei" hat gerade hier keinen Einfluss. Und "Überzeugungsarbeit"?
"Ich bin mit dem Bundesvorsitzenden [der Tierschutzpartei] seit ein paar Jahren sehr gut befreundet."
Vielleicht sollte man Herrn Haselnuss raten, seine Ausführungen immer einen Gedanken vorher zu beenden... es wäre irgendwie weniger peinlich.
Wir wissen übrigens nicht, wie genau die "Lobbyarbeit" des Herrn Haselnuss aussieht. Auch scheint uns die Mischung aus Systemüberwindung, Naturmysthik, Überlegenheitsdünkel, Verallgemeinerung und GEZ-Abschaffen sehr exotisch. Und das ist noch vorsichtig ausgedrückt.
Aber Herr Haselnuss wäre nicht er selbst, hätte er nicht noch ein Bonbon für uns. Er gesteht:
"Hier gleich noch ein in bestimmter Hinsicht *peinliches* Outing von mir: Ich bin seit 1991 Mitglied der CDU"
und
"Ich sage daher offen: Ich als CDU-Mitglied, vertrete die Meinung, die CDU solange nicht mehr zu wählen, bis sie sich konstruktiv und zugunsten der Menschen, ernsthaft und zwar als Gesamtpartei, mit den schlimmen Missständen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks befasst und diese beginnt abzustellen. Zur Zeit ist die CDU nicht Teil einer Lösung des Problems, sondern ständige Mitverursacherin."
Hier:
"Ich weiß, dass das was ich hier mache, parteischädigend im Sinne der CDU ist und ein Partei-Ausschlussverfahren nach sich ziehen kann. Sollte es tatsächlich dazu kommen, werde ich einen neuen Blog eröffnen. Versprochen."
Wir haben am Anfang versprochen, nicht sarkastisch zu werden. Das möchten wir auch halten, obwohl es angesichts dieses Statements schwer fällt. Herr Haselnuss ist es offenbar nicht um die Sache zu tun, sondern um sich selbst. Er will Aufmerksamkeit. Dass die CDU wegen eines kleinen Mitglieds ohne Ämter, Funktionen und Einfluss ein "Partei-Ausschlussverfahren" eröffnet, ist unwahrscheinlich. Einmal mehr überzieht Herr Haselnuss grenzenlos und erweist sich als marktschreiender Schaumschläger.
Der Aufruf, eine Splitterpartei zu wählen, macht Sie nicht zum Revolutionär, Herr Haselnuss. Ein Artikel über die böse GEZ in einem kleinen Parteimagazin erhebt Sie nicht zum Lobbyisten. Ihre ständigen Veröffentlichungen von langatmigen Schriftstücken, deren Gedankengang man immer schwerer folgen kann, macht Sie nicht einflussreicher. Im Gegenteil. Sie können davon ausgehen, dass Sie schon längst den berüchtigten "Querulanteneintrag" in Ihren Akten haben.
Beim nächsten Mal geht's dann wieder etwas lustiger zu. Dann betrachten wir Herrn Haselnuss Demokratieverständnis.
Montag, 18. Mai 2009
Schwarze Löcher im Hirn
Wenige aber wissen, dass der Herr Haselnuss sich auch bestens mit Teilchenphysik auskennt. Und das tun auf diesem Planeten nur ganz ganz wenige. Zugegeben, die haben dann einen schicken Doktortitel und waren ganz lange auf einer Universität, aber irgendwie war der Herr Haselnuss ja auch auf so einem Ding.
Haben wir in diesem Post eigentlich schon erwähnt, dass Herr Haselnuss den Bachelor in Jura hat? Nein? Dann tun wir's hiermit. Herr Haselnuss weist ja auch ein- oder zweimal darauf hin. Gut, dass Jura nicht gleich Physik ist, weiß vermutlich auch der Herr Haselnuss. Aber in manchen Universitäten gehen Juristen und Physiker in die gleiche Mensa. So gleicht sich das doch aus, oder? Und dass man mit dem Bachelor eigentlich erst die eigentliche Studienkarriere beginnt und sie nicht beendet, ist bloß eine Nebensächlichkeit, von der sich Herr Haselnuss den Spaß nicht verderben lässt. Was heißt hier "unterster Rang"? Und "richtige Juristen erwähnen den Bachelor gar nicht erst"?! He, Herr Haselnuss erwähnt den Bachelor dauernd. Da muss doch was dran sein, oder?
Aber wir kommen vom Thema ab. Der Bachelor Herr Haselnuss weiß nämlich eine Menge. Und im Zweifelsfall auch alles besser. So weiß er, wozu eine Maschine namens "LHC" gut ist:
"Die Versuche in Genf dienen aber lediglich der Neugier nobelpreisgeiler Physiker."
Aha. "Nobelpreisgeil". Tolles Adjektiv und sicherlich eine angemessene Sprache für einen Akademiker. Und sicher kann Herr Haselnuss so eine ehrenrührige Behauptung auch beweisen. Aber was ist eigentlich ein "LHC"? Fragen wir doch die Jungs von der Wikipedia:
"Der Large Hadron Collider (LHC, deutsche Bezeichnung Großer Hadronen-Speicherring) ist ein ringförmiger Teilchenbeschleuniger für Hadronen am Europäischen Kernforschungszentrum CERN bei Genf." (Wikipedia)
Ach so. War ja klar. Und was genau macht das Ding jetzt?
"Im LHC werden in Vakuumröhren Hadronen gegenläufig auf nahezu Lichtgeschwindigkeit beschleunigt und zur Kollision gebracht, um unterschiedliche Elementarteilchen zu erzeugen. Insbesondere erhoffen sich die Wissenschaftler bei diesen Kollisionen den experimentellen Nachweis des bislang nur hypothetischen Higgs-Bossons." (Wikipedia)
Na schön, wir geben zu: Wir verstehen kein Wort. Da muss ein Experte ran. Herr Haselnuss, übernehmen Sie! Und tatsächlich, er tut es:
"Es soll vorsätzlich so etwas wie der Urknall herbeigeführt werden, also die größtmögliche Explosion überhaupt, bzw. eine Auseinanderdriftung des Raumes mit unvorhersehbaren Folgen." (Experte Jura-Bachelor Herr Haselnuss)
Ui! Das klingt aber gefährlich. Da soll eine Explosion herbeigeführt werden. Wie bei der Atombombe oder wenn Herr Haselnuss ein neues vegetarisches Rezept ausprobiert. Und sogar "vorsätzlich" - und dann auch noch "größtmöglich"! Au weia! Und an so einem Ding hat man jahrelang herumgebaut? Hat Millionen von Forschungsgeldern verschleudert? Damit man eine echte Dr-Seltsam-Weltkaputtmachmaschine bauen kann? Ja, ist denn das keinem aufgefallen? Hat denn keiner die vielen wahnsinnig lachenden nobelpreisgeilen Physiker buddeln hören?
Das ergibt Sinn. Aber wie ist denn das dem Herrn Haselnuss aufgefallen? Der ist doch mit GEZ Abschaffen beschäftigt, mit Briefe schreiben und Grünzeug kauen! Hat der Herr Haselnuss vielleicht etwas zuviel James Bond Filme gesehen? Verwechselt der vielleicht die Professoren am CERN mit Mister Goldfinger?
"Bei so einem Extremrisiko sollten eigentlich die Betreiber so einer Anlage beweisen müssen, dass die Wahrscheinlichkeit einer Katastrophe nicht mehr als 0% ist. Dies könnte aber nur geschehen, wenn man bereits *wüsste*, was passieren wird! Und das weiß eben niemand! Die Forscher wissen eigentlich nur, dass sie *nichts* wissen!"
Genau! Wir wissen, dass wir nichts wissen. Allerdings sind wir uns da nicht sicher. Die ganzen Forscher sind eben keine Bachelors, wie Sie, Herr Haselnuss! Und wir fürchten, es sind auch noch Nicht-Vegetarier darunter. Oder, wie Herr Haselnuss sagen würde: "Tierleichenfresser".
"Das ist es also: In 10.000 Jahren den Rest des Universums mit unseren Eroberungsraubzügen zu beglücken..."
Mein Gott! Was für Monstren sind das denn, Herr Haselnuss! Nobelpreisgeile Tierleichenfresser, die nichts wissen und können, aber mit Hilfe einer unterirdischen Erdkollapsapparatur in 10.000 Jahren das großirdische Reich gründen werden? Hilfe! Wir werden von volldebilen Physiknazis überrannt!
"Es gibt daher nur eine einzige Konsequenz: Sofort alles stoppen!"
Das ist dem Herrn Haselnuss, der sonst nicht zu Übertreibungen und verschwenderischen Umgang mit Texthervorhebungen neigt, sogar rote Farbe, Unterstreichung, Fettschrift, Ausrufezeichen und doppelte Zeilenschaltung wert. "Alles" stoppen. Noch nichtmal ein wenig weiterforschen. Und "sofort" soll es sein. Eine weitere völlig nachvollziebare Forderung aus den Haselnuss-Vernunftlabors.
Wer es bis hierhin geschafft und noch nicht vor Lachen einen Zwerchfellriss erlitten hat, für den hat der Herr Haselnuss noch ein besonderes Schmankerl parat. Es mag ja Leute geben, die partout nicht an die langlebigen nicht-vegetarischen Nobelpreisnazis glauben wollen. Doch wie vor Urzeiten der Prophet Johannes die Apokalypse beschrieb, so wird auch Herr Haselnuss zum Doomsday-Man:
"Nach Eintreten des *Unfalls* wäre erstmal nur sehr wenig zu erfahren... Einen Tag später käme man dann langsam damit raus, dass nichts mehr zu retten sei und die Erde vor dem Ende stünde... Zunächst immer hefitiger (sic!) werdende Winde in Richtung Genf... Die Menschen würden dann wissen, dass *es vorbei* ist. Geld wäre ab sofort wertlos. Kein Verkäufer würde morgens um 6 aufstehen, um in seinem Laden Lebensmittel zu verkaufen. Ladendiebstähle und Plünderungen wären daraufhin noch das geringste Übel. Vergewaltigung und Mord wären an der Tagesordnung (viele wollen sich dann wahrscheinlich nochmal so richtig *ausleben*... Wer nicht verbrennt, ertrinkt oder erstickt oder erfriert... Derweil herrschte (sic!) überall blankes Entsetzen! Die letzten Überlebenden würden von der Gravitation des Schwarzen Lochen (sic!) durch die Luft gezogen werden. Die Frage ist nur: Wie schnell geschieht es und wie schnell *empfindet* man es. (sic!) Die Zeit reagiert nämlich dann vollkommen anders."
(Es ist nur ein Gerücht, Herr Haselnuss hätte eine Plagiatsklage aus Hollywood am Hals, weil er das Drehbuch zu "Armageddon 2" gestohlen hätte.) Interessant ist, dass neben "Verbrennen", "Ersticken" und "Erfrieren" für Herrn Haselnuss der Weltuntergang auch bedeutet, dass kein Lebensmittelhändler mehr früh aufsteht. Oh, Herr Haselnuss! Das ist ein Szenario wie aus Dantes Inferno! Ertränken, Erfrieren, schneller Ladenschluss. Mindestens vierter Höllenkreis.
Ach ja, weil es so unglaublich dringend ist, was der Herr Haselnuss (Bachelor!) zu sagen hat, erlaubt er ausdrücklich, sein fachliches Essay sozusagen per Eilverordnung weiter zu verbreiten:
"Dieses Dokument darf ohne weitere Rücksprache mit mir in allen Medien weiterverbreitet werden! Durch das Internet kann möglicherweise mehr erreicht werden, als durch die Großmedien, die dem Mainstream verbunden sind. Z.B. durch Rund-Mails oder private Homepages. (sic!)"
Wir erinnern uns: private Homepages und Rund-Mails (sic!) haben in der Vergangenheit den Zweiten Weltkrieg beendet, das Waldsterben gestoppt und nobelpreisgeile Physiker auf den Mond gebracht. Im Fall des LHC hat eine Mail an den wahnsinnigen Prof. Fu Manchu am CERN Früchte getragen. Er las die Warnung des Herrn Haselnuss an die Menschheit und überlegte es sich noch einmal mit dem Weltuntergang. Puh, Gott sei Dank! Sonst hätte die ganze schöne GEZ-Abschafferei gar keinen Sinn mehr, nicht wahr, Herr Haselnuss?
[P.S. Dieser Post ist als bittere Glosse zu verstehen. Herr Haselnuss meint es jedoch bitter ernst mit seiner Warnung.]
NACHTRAG, Freitag 12. Juni 2009:
Über zwei Ecken und durch eine flüchtige Bekanntschaft konnten wir die Mannschaft vom CERN mit Herrn Haselnuss Kommentar beglücken. Die sonst eher zurückhaltenden Wissenschaftler kamen zuerst aus dem Lachen nicht mehr heraus, dann aber wiesen sie auf andere Teilchenbeschleuniger hin, unter anderem den Relativistic Heavy Ion Collider, der seit fast 10 Jahren in Betrieb ist. Bisher steht die Welt noch und die Lebensmittelhändler stehen immer noch früh auf.
Freitag, 15. Mai 2009
So grün grün grün ist die Haselnuss - oder: Vegetarier sind die besseren Menschen
Seine "rechtswissenschaftlichen, verhaltenspsychologischen und politischen Kenntnisse" sind keine bloße Überschätzung, sondern dienen der Information. Seine Gegner sollen wissen, welch einen *EXPERTEN!!!* sie vor sich haben. Seine Tätigkeiten als Journalist, Rechtspfleger, Aufklärer, Blogger, GEZ-Abschaffer, Kämpfer für weibliche Fitness-Studios und Schützer schwerstbehinderter alter Damen sowie Jesus-Versteher sind vorbildlich. (An dieser Stelle bittet die Stimme der Gegenmacht, eine Gedenksekunde der Ergriffenheit einzulegen.)
Aber was viele nicht wissen: Herr Haselnuss ist auch Vegetarier. Oh ja! Und er hat sogar ein Buch darüber geschrieben. Gut, das Ding hat bei Amazon einen Verkaufsrang wie der Chartplatz eines neuen Daniel-Kübelböck-Albums. Das Titelbild hat die Qualität einer vergeigten CMA Werbekampagne und ein geistig durchgeknallter völlig verwirrter Rezensent schreibt "gut gemeint, schlecht gemacht", findet, der Eindruck des Buches sei "abschreckend".
Bah, Humbug! Die Stimme der Gegenmacht ist sich sicher, dass in einem Haselnuss-Buch mehr packender Zundstoff ist, als im Gürtel eines Taliban.
Schmieren wir uns also eine schöne Leberwurststulle und lesen, was Herr Haselnuss von seinem Pantheon der Gutmenschlichkeit aus uns kleinen Würstchen verkündet.
Da ist zunächst das niedliche Schweinchen, das propagiert:
Aber dann:
Aber Herr Haselnuss empfiehlt trotzdem Strafanzeige. Und die Begründung, warum man eine Schlachterei anzeigen sollte, ist eine geistige Haselnuss-Supernova, geradezu ein Tschernobyl des gesunden Menschenverstandes:
Ist doch wahr! Globale Erwärmung! Internationaler Terror! Drogensucht! Alles Quatsch! Die wahre Gefahr geht von Fleischsalat und Wiener Schnitzel aus! Der Iran hat gar kein Atomprogramm, sondern Wurstmaschinen. Und in der berüchtigten Area51 arbeitet man an taktischen Hacksteaks mit Stealth-Fähigkeiten: Sie können sich als Feldsalat tarnen. Die ganze *MENSCHHEIT!!!!* ist in Gefahr.
Bitte, Herr Haselnuss! Helfen Sie uns! Sie Bote der geistigen Klarheit! Steigen Sie von Ihrem Podest und sagen Sie uns, was wir tun sollen!
Und siehe, ER stieg herab und wahrlich, er gab uns zehnn Gebote wider die Tierleichenfresserei, von denen ich euch diese zitiere:
Ja, der Herr Haselnuss weiß das. Dem kann man da nix vormachen. Und vom Duden lässt sich der Herr Haselnuss auch nichts sagen. Die Rechtschreibregeln hat bestimmt auch so'n Tierleichenfresser verfasst. Oder einer von der GEZ. Aber der Herr Haselnuss ist jetzt erst grad warm geworden:
"7. Öffentlicher Fleischkonsum wird untersagt."
Außer in Holland. Da darf man dann noch in sogenannten "Burgershops" ganz legal Frikandeln rauchen. Aber Vorsicht! Der Herr Haselnuss sieht das nicht so gern, denn es könnte zum Konsum von hartem Fleisch, z.B. Salami anregen.
"9. Fleischimport- und besitz wird verboten."
Das ist dann wohl die Spitze von dem, was sich Herr Haselnuss unter Vegetarismus vorstellt. Sozusagen die Orwellsche Version einer fleischlosen Gesellschaft. Angesichts der Globalisierung ist das total machbar und könnte morgen schon Wirklichkeit werden. Jedenfalls, bis die Wärter kommen und die Pillendosis erhöhen.
Das war der kleine Ausflug in die Welt der Haselnuss-Vegetarier. Und wie üblich gilt, bezogen auf die Ergüsse des Herrn Haselnuss: "Die Lage ist hoffnungslos, aber nicht ernst."
Mittwoch, 13. Mai 2009
Die legendäre Rundfunkabmeldung des Herrn Haselnuss
Aber lassen wir die Abmeldung des Herrn Haselnuss vom 28. Februar 2005 für sich selbst sprechen:
Als sog. „Teilnehmer“ habe ich bisher durch die Mitfinanzierung Ihres Systems an (mutmaßlichen*) Straftaten und anderen für mich unvertretbaren Handlungen „teilgenommen“.
Klingt wie die Klage eines steuerzahlenden Bürgerrechtlers gegen ein totalitäres Regime. Ist aber "nur" die Abmeldung des Herrn Haselnuss an die GEZ.
Das Sternchen bezeichnet übrigens nachträglich von Herrn Haselnuss eingefügte Abschwächungen.
Mir liegen diverse Fälle vor, in denen der Anfangsverdacht besteht, dass die GEZ selbst in betrügerischer Absicht Geräteabmeldungen (endgültige und befristete) fälschlicherweise für rechtswidrig erklärt.
Dies wiederrum klänge wie die Äußerung eines Staatsanwalts - würden da nicht erhebliche sinnentstellende Wirrungen vorliegen:
In betrügerischer Absicht wird fälschlicherweise für rechtswidrig erklärt.
Bezieht sich der "Betrug" nun auf das "fälschlicherweise"? "Rechtswidrig" wäre ein Betrug ja ohnehin, das ist das Wesen einer Straftat.
"Fälschlicherweise" würde bei einer "Erklärung" wohl einen Irrtum bezeichnen, doch dann kann wiederrum keine "betrügerische Absicht" mehr vorliegen - "Absicht" widerspricht "Irrtum" und "fälschlicherweise".
Sollten Sie durch ein deutsches oder europäisches Gericht zur Rechenschaft gezogen werden, sitzen auch diejenigen zusammen mit der GEZ auf der Anklagebank, die sie finanziell unterstützen oder unterstützt haben - also die sog. Rundfunkteilnehmer, in diesem Fall also ich.
Eine große Anklagebank, die Herr Haselnuss da in seinem Luftschloss einbauen will. Herr Haselnuss unterstellt also jedem Gebührenzahler rechtswidriges Verhalten - das Verweigern von Gebührenzahlungen ist hingegen immer noch ordnungswidrig. So oder so - man macht es falsch!
Ich möchte Sie nicht länger darin unterstützen, Behinderte, ehemalige Obdachlose, Hilflose und verarmte Menschen auszunehmen. Ihre Methoden entsprechen weder unserer demokratischen Kultur noch meinen persönlichen ethischen Vorstellungen.
Danke, Herr Haselnuss, dass Sie sich so selbstlos für sozial Schwache einsetzen wollen. Aber seien Sie unbesorgt - "unsere demokratische Kultur" garantiert auch für diese Personengruppen ein Mindestmaß an staatlicher Grundversorgung.
Übrigens: Als die GEZ in den 70er-Jahren eingeführt wurde, war sie noch eine "Reichensteuer". Insbesondere waren private Fernseher einer exklusiven Oberschicht vorbehalten.
Rein vorsorglich weise ich Sie darauf hin, dass ich Strafanzeige gegen mich selbst wegen Beihilfe an den o.g. Straftaten bei der zuständigen Staatanwaltschaft erstatten werde, wenn Sie die hiermit von mir an Sie übermittelte Geräte-Abmeldung nicht vornehmen.
Eine Strafanzeige unterblieb, die zu erwartende Erheiterung der Staatsanwaltschaft auch. Selbst die GEZ blieb erstaunlich gelassen im Angesicht dieses Schreibens - es wurde lediglich die Abmeldung der "verschenkten Geräte" bestätigt.
PS.: Sie werden froh sein, wenn Sie mich als Teilnehmer los sind. Das können Sie mir glauben.
Wirklich - jemanden, der in vollem Bewusstsein um die "Rechtswidrigkeit" Beihilfe zu Straftaten leistet, den will wohl niemand als Teilnehmer!